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Madame

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kurz & knapp.
name: eli
alter: 19
ort: irgendwo im ruhrpott.
gewicht.
aktuell: 58 kg, bmi:  21,3 (05.08.08)
tiefstgewicht: 48 kg bmi: 17, 6 (2007?)
höchstgewicht: 62 kg bmi: 22,8 (mai 2008)
pro-ana?!
anorexie ist eine krankheit - kein lifestyle. man sollte menschen die darunter leiden ernst nehmen & nicht anfangen irgendwelche standpauken zu halten wie ungesund das alles ist, denn das ist den meisten bewusst.
zu pro-ana ist für mich selbst zu sagen, dass ich mich davon distanziere. für eine krankheit gibt es meiner meinung nach keine gesetze & tipps. schlimm genug, dass manche menschen dies auf ihren hp's veröffentliche müssen, denn es gbt garantiert einige gesunde menschen die durch solche tipps schneller in eine ES rutschen können als ihnen lieb ist.
ein teil ihres lebens & ihrer krankheit.
der ursprung meiner essstörung war denke ich im jahre 2004. ich wog ungefähr 54 kg bei einer größe von 1.65m. ich hatte gerade einen neuen freundeskreis kennen gelernt & versuchte jede freie minute die ich hatte mit diesen leuten zu verbringen. vorher kannte ich das garnicht - ich hatte nie viele freunde & auch nie eine so enge bindung zu jemanden. ich hatte immer angst etwas zu verpassen und verbrachte kaum noch zeit zu hause, war immer nur unterwegs. nach der schule wollte ich nur so schnell wie möglich wieder weg mit meinen leuten. für essen hat ich kaum zeit. dadurch, dass ich ständig unterwegs war litt das verhältnis zu meiner familie sehr, außerdem wurden meine noten schlechter. meine eltern kannten mich nicht mehr & mein vater kam garnicht mehr mit mir klar. wir stritten uns ständig & machten uns gegenseitig nur fertig. mein dad war immer der meinung, dass meine freunde an allem schuld seien, deswegen gab er mir wochenlang hausarrest, weil er dachte "das ungute aus mir rauszubekommen". ich fühlte mich eingesperrt, von der außenwelt abgeschottet, ungeliebt & nichts wert. ich kam mir unreal vor. wenns mir psychisch nicht gut ging, ging es mir körperlich genauso. mir war ständig schlecht & dadurch habe ich nichts mehr gegessen, vor hunger wurde mir noch schlechter & hinterher war mir so schlecht vor hunger, dass ich nichts mehr essen konnte. ein totaler teufelskreis. dann begann ich mich selbst zu verletzen. mir wurde ständig vermittelt nichts wert zu sein, dass ich es irgendwann selbst glaubte. außerdem hatte ich unmengen von aggressionen in mir gestaut & konnte sie nur gegen mich selbst richten. meine mum bekam wind davon, dass ich mich selbst verletzte. sie war der meinung ich wolle nur aufmerksamkeit, sie dachte ich würde mich dann toller finden und würde so ja auch mitleid bekommen. ich wollte nie mitleid & ich fand mich garantiert nicht toll. aber ich denke, dass sie das bis heute nicht verstanden hat. meine 2 besten freundinnen haben dann auch davon erfahren & wir haben viel geredet. ohne deren hilfe hätte ich es nie geschafft vom svv weg zu kommen & dafür bin ich ihnen sehr dankbar. dass ich eine essstörung hatte/habe war mir da noch nicht klar. 2006 hat mich dann ein freund auf mein essverhalten angesprochen. da wurd mir erstmals klar, dass ich einen fehler mache, aber dass ich krank bin, dass habe ich nicht eingesehen. dennoch habe ich versucht öfters ans essen zu denken. es gab tage an denen ich alles in mich reingestopft habe & es gab welche an denen ich garnichts gegessen habe. aber ich hab das einfach nicht gemerkt. klingt komisch, aber es war tatsächlich so. vorallem wenn ich ärger hatte, habe ich sehr wenig/garnichts gegessen. mir wurde immer öfter schwarz vor den augen & begann mir sorgen zu machen, aber dass es am essen liegt habe ich immernoch nicht verstanden. ende 2006 kam ich mit meinen (ex) freund zusammen. er war toll. ich war glücklich. alles lief prima. sogar zu hause war alles gut. ich war ständig bei meinem freund. essen ist sein hobby & dennoch hat er eine wundervolle figur. wenn er gegessen hat, hab ich mitgegessen. mir hat man's irgendwann angesehen, aber es hat mich nicht gestört. dann kam die zeit in der er & ich nur streit hatten. ich fühlte mich wieder zu schlecht um zu essen. ich nahm wieder ab. wog 48 kg. mein freund & ich vertrugen uns wieder. ich war gücklich mit ihm & mit meiner figur. ich gefiel mir einfach unglaublich gut. ich wollte das gewicht halten, aber es klappte natürlich nicht. ich begann zum ersten mal bewusst weniger zu essen. die 48 kg konnte ich dennoch nicht halten. ich kämpfte jeden tag um unter die 50 zu kommen. das war mein großes ziel. im sommer 2007 machte mein freund schluss. meine große liebe hat mich verlassen. für mich ging eine welt unter. aus frust fing ich an zu essen. irgendwie stand meine welt auf dem kopf. aus frust essen, das kannte ich vorher nicht. es war ungewöhnlich, aber ich schiss auf alles. war mir einfach egal. ab herbst hatten er & ich wieder mehr kontakt. wir schliefen wieder miteinander. ich steigerte mich total hinein, dachte tatsächlich, dass er mich wieder lieben würde, aber er sah alles nur freundschaftlich. das frustessen hielt weiter an. irgendwann war dann wieder alles im arsch. er meldete sich einfach nicht mehr & ich fühlte mich wieder allein & verlassen. ich suchte sinnlose gründe warum er weg ist & sah im spiegel ein pummliges mädchen. ich gab mir also selbst die schuld. warum sollte er auch ein 60 kg schweres mädchen lieben wenn er viel hübschere kriegen könnte?! in meinen augen war das der grund warum er gegangen war. ich gefiel ihn einfach nicht mehr. plötzlich hörte ich von mehreren seiten wie sehr ich mich doch im letzten halben jahr verändert hätte & ein paar meiner besten freunde wendeten sich ab. in meinen augen gabs keine veränderung, außer dem gewicht. ich war glücklicher als ich dünn war & dachte, dass ichs auch nur mit meiner alten traumfigur sein könnte. und aufeinmal drehte sich der spieß wieder um. mir gings schlecht & ich hungerte. der gedanke, dass freunde einen im stich lassen aufgrund der figur ist im nachhinein totaler stuss. mittlerweile weiß ich, dass es darum nicht ging & das gute verhältnis zwischen ehemaligen besten freunden & mir wird versucht wieder herzustellen.
heue ist es immernoch ein ständiges hin & her zwischen fressen & hungern. dennoch versuche ich jeden tag mindestens 800 kcal zu mir zu nehmen, was natürlich noch wenig ist. aber ich will immernoch meine alte figur haben & ich kämpfe auch nicht dagegen an. ich kenne es nicht anders & eigentlich möchte ich auch nicht anders - zumindest jetzt noch nicht.

Alter: 27
 

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